Wildwechsel oder Wildunfall – Richtiges Verhalten

Hochsaison Herbst

Im Herbst ist Wildwechsel Hochsaison. Bereits ab Ende September müssen wir verstärkt auf Wildwechsel achten.  Vor allem in der Dämmerung, morgens und abends, denn dann ist die Gefahr von Wildwechseln am höchsten.

Gefährdet sind Straßen die durch Wälder führen. Ebenso muss man aufmerksam sein, wenn man an Waldrändern oder Lichtungen vorbei fährt.

Verhalten bei möglichem Wildwechsel
  • Auf Hinweisschilder achten.
  • Geschwindigkeit reduzieren und an Straßenbedingungen anpassen
  • Ausreichend Sicherheitsabstand zum vorfahrenden Auto
  • Fahrbahnrand im Auge behalten
Ausweichen oder Vollbremsung?

Taucht plötzlich ein Wildtier auf, bitte nur dann bremsen, wenn damit kein Auffahrunfall provoziert wird. Ansonsten sollten wir stark abbremsen, gleichzeitig hupen und abblenden. Keinesfalls unkontrollierte Ausweichmanöver starten. Dadurch kann man die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren, auf die Gegenfahrbahn kommen oder gar gegen einen Baum prallen.

Und wenn es dann doch passiert ist, wie sollen wir uns verhalten?

Wie bei jedem Unfall auch muss die Unfallstelle abgesichert werden. Warnblinkanlage einschalten, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen. Warnweste nicht vergessen. Bei Verletzten natürlich Erste Hilfe leisten und evtl. Rettungswagen rufen.

Ansonsten unbedingt die nächste Polizei- oder Forstdienststelle benachrichtigen.

Vorsicht bei verletzten Tieren. Diese können unter Umständen panisch und aggresiv werden.

Ein überfahrenes Tier niemals mit nach Hause nehmen. Es kann der Vorwurf der Wilderei gemacht werden.

Auch wenn das Tier nach dem Zusammenstoß im Wald verschwindet, muss der Unfall gemeldet werden.

Außerdem kann bei Fahrerflucht schnell mal ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro fällig werden.

Unfall bzw. Schaden der Versicherung melden

Wenn wir einen Wildunfall hatten müssen wir diesen der Versicherung melden. Viele Versicherer bieten für einen Wildschaden ein eigenes Formular an, das man ausgefüllt an die Versicherung schicken muss. Andere wiederum verlangen eine Wildbescheinigung die vom zuständigen Förster ausgestellt wird, diese kann aber evtl. eine Gebühr kosten.

Achtung, die Vollkaskoversicherung kommt nur für einen Wildunfall mit Haarwild auf. (Hirsch, Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase oder Dachs) Bei anderen Tieren, z.B. Hunde, Schafe oder Kühe bleibt man auf den Kosten sitzen. Die Teilkasko übernimmt meistens keine durch einen Wildunfall entstandenen Schäden.

Zum Schluss noch einmal der wichtige Hinweis:

alt=Verkehrsschild Wildwechsel"

Bitte unbedingt die Wildwechsel-Warnschilder beachten, die an besonders gefährdeten Stellen aufgestellt sind. In waldreichen Gegenden oder auf wenig befahrenen Nebenstraßen vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit fahren.

 

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